haustiere und ihre emotionale bedeutung

 

Wie können wir über unsere Beziehung zu unseren Haustieren verstehen, welche emotionalen Traumata und Blockaden wir noch lösen dürfen, um unsere Beziehung zu uns Selbst, zum Mensch-sein an Sich und zu anderen Menschen zu verbessern?

 

Wer sich traut, sich die dahinterliegenden schmerzvollen Erfahrungen anzuschauen, kann hier weiter lesen: 

 

Als Kind hatten Tiere für viele von uns einen sehr hohen Stellenwert. Sie ersetzten viele Bindungserfahrungen, die uns fehlten. Zuwendung, Beschäftigung, Aufmerksamkeit, Freude. Man sah die Tiere als Freunde – aus Mangel an Menschen, die die Bedürfnisse nach kontinuierlicher Wertschätzung, liebevoller Zuwendung und schlichtweg nach gemeinsam erlebter Zeit, erfüllten.

 

Ohne Zweifel sind viele der Tiere, die wir als Haustiere halten fähig, sich zu freuen, sehr starke Zuneigung, sowie Widerwillen und große Trauer zu empfinden. Dennoch sind Tiere andere Wesen als Menschen. Sie sind nicht zur bewussten Transzendenz fähig und übernehmen von Menschen übertragende Aspekte in ihr Sein. Sie können für den Menschen hilfreich sein, um schmerzvolles Erfahren zu mindern, jedoch eher wie ein Pflaster Linderung bringt. Die Heilung selbst muss von innen kommen, sie geschieht nicht durch das Pflaster.

 

Unbewusst übertragen wir unseren Haustieren unsere Bedürfnisse nach Sinnlichkeit, körperlicher Nähe, Zuwendung, Treue, Akzeptanz, Kontinuität… Alle unsere Haustiere wären ziemlich zufrieden, würden wir sie artgerecht mit Artgenossen halten und dafür sorgen, dass sie Nahrung, Freiheit und körperliche Unversehrtheit genießen dürfen. Sie würden sich kaum nach einem Menschen sehnen.

 

Umgekehrt ist es jedoch so. Wir sehnen uns nach einer Katze oder einem Hund und schreiben diesen Tieren unsere eigenen Emotionen zu. Es ist gesellschaftsfähig geworden, zuzugeben, dass einem der Hund näher ist als der eigene Ehemann. Was sagt das über unsere Beziehungsfähigkeit aus? Über unseren Glauben daran, dass echte Verbindung zwischen Menschen überhaupt möglich ist? Sind wir bereits derart desillusioniert, haben wir bereits alle Hoffnung an den Menschen aufgegeben, so dass wir dazu übergehen unsere Partner in der Tierwelt zu suchen?

 

Oft werden Tiere als Kinderersatz bezeichnet. Das stimmt eigentlich nicht. Das Tier ersetzt kein Kind, es ersetzt eine liebevolle Bindung. Zunächst geht es gar nicht um irgendein Tier. Zuerst geht es um ein unerfülltes Beziehungsbedürfnis und das eigene innere Kind. Dieses kann durchaus stark traumatisiert sein. Aus der frühen Kindheit, aus den bisherigen Beziehungserfahrungen oder aus der traumatisierenden Erfahrung, wenn es aus biologischen Gründen nicht möglich ist, selbst Kinder zu bekommen.

 

Die Einsamkeit ist dann also das Trauma. Ein Tier ist hier lediglich eine Kompensation. Es ist bedeutungsvoll, hier Klarheit zu erlangen! Sich um ein Tier zu kümmern, mag eine gesündere Kompensation sein, als zum Beispiel Alkohol zu trinken, aber es ist dennoch Ausdruck einer verletzten Seele.

 

Tiere werden in Familien auch für viele andere Zwecke eingesetzt. Viele Eltern erlauben ihren den Kindern Katzen, Hasen oder andere meist kuschelige Kleintiere, wenn sie selbst beruflich wenig Zeit haben und unbewusst ein schlechtes Gewissen. Die Katze liefert dann die körperlichen Zärtlichkeiten, die in der Familie zu kurz kommen.

 

Hunde können eine ähnliche Funktion haben, um mehr in Kontakt mit der eigenen Körperlichkeit zu kommen. Mit einem Hund ist man viel in Bewegung, man verbindet sich mehr mit der Natur. Der Hund soll dabei helfen, die Beziehungen die man sonst nicht so gut wahrnehmen und spüren kann, zu intensivieren. Natürlich ersetzt der Hund insbesondere Gefühle der bedingungslosen Liebe, der Treue, sowie auch der narzisstischen Selbstbestätigung und bei den „gefährlicheren“ Rassen, auch der Macht- und Stärkedemonstration.

 

In vielen Familien führt diese verblendete unbewusste Wahrnehmung der Übertragung dazu, dass der Hund in der Familienhierarchie über den Kindern steht. Man kann sich vorstellen, dass dies wiederum keine Kinder hervorbringt, die die Erfahrung machen, von den Eltern bedingungslos geliebt und angenommen zu werden. Ein weiterer Mensch wird heranwachsen, der lernt, dass unerfüllte Beziehungswünsche von Tieren erfüllt werden müssen.

 

Die Lösung liegt nun darin, die zugrunde liegenden schmerhaften Mangelerfahrungen zu verarbeiten und aufzulösen und sich statt dessen mit der eigenen Liebesfähigkeit und Aufmerksamkeit zunächst wieder den Menschen in der Familie zuzuwenden. Wenn dann noch Kraft und Mitgefühl übrig bleibt, ist es auch möglich, einem Tier einen bestimmten Raum zu geben. Es ist notwendig, herauszufinden, ob man das Tier "braucht", denn möglichweise mißbraucht man das Tier und redet sich selbst das Ganze als Tierliebe schön.

 

Um als Mensch zu Heilen, ist es unabdingbar das eigene Menschsein zuerst anzuerkennen und die daraus entstehenden Schmerzen oder leidvollen Erfahrungen zu heilen!

 

 

Sabine Goldbrunner

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